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The Editing Process

 

 

 

Consulting Editor

Im angloamerikanischen Bereich ist seit einigen Jahren – speziell im universitären (Verlags)bereich – die Etablierung des Berufsbildes eines/einer Consulting Editor zu beobachten. „A consulting editor is a non-staff, independent literary editor. It may be an independent, freelance editor, or a scholar providing expertise via consulting“, umreißt Wikipedia in aller Kürze die Berufsbezeichnung.
In den vergangenen Jahren habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Sonderprojekte (Ausstellungen, Symposien, Sonderpublikationen u.Ä.) und außergewöhnliche Vorhaben von Kunst- und Kulturinstitutionen, die außerhalb von deren eigentlichem Wirkungsbereich liegen, nicht mehr eigenständig bewerkstelligt werden können und somit die Notwendigkeit entsteht, externe SpezialistInnen zu engagieren.
Vor allem aufgrund der fortschreitenden Spezialisierung werden heute gerne außerbetriebliche GeneralistInnen engagiert, die über vielfältige Kontakte und Methoden verfügen, um Orientierungshilfe zu bieten und eine bestmögliche inhaltliche (und wissenschaftliche) Ausrichtung ebenso zu garantieren wie etwa eine ideale Auftragsvergabe an AutorInnen, GrafikerInnen, Agenturen u.Ä. und um die optimale grafische Aufbereitung und perfekte Fokussierung im Hinblick auf die jeweiligen Zielgruppen zu gewährleisten.
Speziell im Publikationssektor wird auch im deutschsprachigen Raum immer öfter die Unterstützung eines/einer beratenden Editors gesucht, wobei der Aufgabenbereich wie folgt umrissen werden kann: „Editing is the process of selecting and preparing written, visual, audible, and film media used to convey information through the processes of correction, condensation, organization, and other modifications performed with an intention of producing a correct, consistent, accurate, and complete work. The editing process often begins with the author’s [or: client’s] idea for the work itself, continuing as a collaboration between the author [or: client] and the editor as the work is created. As such, editing is a practice that includes creative skills, human relations, and a precise set of methods“.

Creative Skills

Was ist unter den oft zitierten „creative skills“ zu verstehen? Vor allem einmal geht es um die Fähigkeit zu gestalten – also um Problemsensitivität und Problemlösung –, und es geht naturgemäß um Assoziationsbegabung, Originalität, Ausdruckskraft und Ideenreichtum, Flexibilität sowie um die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel und der Neukombination von Informationen.
Solche creative skills – sowie das Wissen um den Einsatz der je notwendigen Methodik – sind es, die meine Kernkompetenz ausmachen.

In meiner langjährigen Berufslaufbahn – ich arbeitete als Lektorin, Redakteurin, Chefin vom Dienst, Ausstellungsmacherin und leitende Dramaturgin bei den namhaftesten österreichischen Kulturinstitutionen (Orac Verlag, ORF, Konservatorium Wien Privatuniversität, Salzburger Festspiele etc.) – waren speziell diese creative skills gefragt und wurden in den unterschiedlichsten Metiers (Musik, Theater, bildende Kunst, Film etc.) ausgebildet.

 

 

Margarethe Lasinger
Consulting Editor & Arts Management

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