© Foto: Luigi Caputo
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Wort, Licht, Klang, Raum, Fläche, Farbe, Struktur, Textur, Proportion, Atmosphäre

 

23.07.2016
Decoding Scripture & Picture

Buchstaben und Worte, Zahlen und Chiffren, Zeichen und Symbole – seit den avantgardis­tischen Kunstbewegungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts begegnen uns Texte und Schrift­fragmente in den vielfältigsten Äußerungen bildender Künstlerinnen und Künstler, in Malerei und Grafik, Collage und Objekt, Skulptur und Installation. Wie Sprache bzw. Schrift bildhaft werden und facettenreich als künstlerisches Material genutzt sind, davon erzählt die dies­jährige Festspielausstellung in der Galerie Mario Mauroner Contemporary Art Salzburg. Den komplexen Verstrickungen von Schrift und Bild ist bis Anfang September in den Galerieräumlichkeiten in der Residenz nachzuspüren.

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13.05.2016
Alfred Haberpointner – „Holz-Körper & Kopfarbeiten“

Einer strahlenden Sonne oder explodierenden Sternen gleich fächern sich massive Holzplatten in radikaler Spaltung auf. Aus Fichte, Nuss, Kirsche, Eiche, Linde, Esche, Espe und anderen Holzarten hackt und schneidet Alfred Haberpointner (*1966 in Ebenau bei Salzburg) aber nicht nur hölzerne Tafelbilder, die sich – mit farbiger Beize bearbeitet – zu leuchtenden Flächen öffnen. In fast brutal anmutender Manier formt er daraus auch seine markanten Kopfarbeiten, in die er Spuren brennt, Nägel treibt und vieles mehr. Die Galerie Mario Mauroner Contemporary Art Salzburg zeigt bis Anfang Juli neue Arbeiten des österreichischen Bildhauers.

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04.03.2016
Bertram Hasenauer – „The Pines were Tapped for Resin"

Ist es ein zärtlicher Blick, ein trauriges Gesicht, ein lächelnder Schimmer, der uns NICHT streift? Bertram Hasenauer führt uns in die Irre. Er malt Menschen. Menschen, die wir als solche zu erkennen glauben und die sich zugleich dem Erkennen sofort wieder entziehen. Ein leicht nach vorne gebeugter Kopf gibt gerade noch ein Ohr preis. Das glatte, dunkelblonde, lange Haar ist hinter das Ohr gestrichen und fällt auf Hals und Schulter. Die Andeutung einer weichen Kinnpartie ist zu sehen, aber Stirn, Auge, Nase, Mund bleiben uns verborgen. Dort, wo wir das zu Betrachtende zu erfassen meinen, entsteht eine Leere oder besser gesagt: eine abstrakte Fläche. Der/Die/Das uns Entgegenblickende wendet das Antlitz von uns ab, ist nicht zu sehen bzw. bloß außerhalb des Bildes in unserer eigenen Imagination zu erahnen. – Mario Mauroner Contemporary Art Salzburg zeigt neue Arbeiten von Bertram Hasenauer (* 1970 in Saalfelden).

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In Büchern – so sagt man – liegt die Seele aller gewesenen Zeit: Sie sind das kollektive Gedächtnis unserer Gesellschaft. Heute kommt dem gedruckten Buch immer mehr der Status eines Luxusobjektes zu – zugleich stellt es einen „Anarchisten unter den Massenmedien“ dar, der sich gegen eine unglaubliche Konkurrenz behauptet.

Um in der völlig veränderten Schriftkultur der digitalen Welt bestehen zu können, besinnt sich das älteste unter den Massenmedien seiner ganz eigenen Qualitäten: Das Buch, als physisch erlebbarer Gegenstand, spricht in seiner Materialität eine Vielzahl an Sinnen an – und dieses Erlebnis lässt sich digital dergestalt wohl nie vollständig simulieren. Neben der inhaltlichen Qualität bedeutet dies, besonderes Augenmerk auf die Einheit von Schrift und Bild, das haptische Erleben und das gestalterische Niveau zu legen.

Ganz ähnlich verhält es sich mit Ausstellungen: Auch sie erzählen uns Geschichten – in multisensorischen Erlebnisräumen – und bewahren bzw. vermitteln Wissen. Um in einer Ausstellung Emotionen, Gedanken, Ideen der Besucher zu evozieren, bedarf es vor allem auch einer Aufbereitung, die an die Sinne appelliert.

Als Consulting Editor biete ich in allen Fragen zu Buchproduktion und Projektmanagement, aber auch in Belangen der inhaltlichen und wissenschaftlichen Recherche und im herkömmlichen Sinn in Redaktion und Lektorat Unterstützung.

 

 

Margarethe Lasinger
Consulting Editor & Arts Management

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